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	<title>Personen | Schauspielerin Brigitte Horn</title>
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	<title>Personen | Schauspielerin Brigitte Horn</title>
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		<title>Jubiläen in der Literatur: Friedrich von Schiller</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Horn]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Nov 2023 07:46:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Friedrich von Schiller, der deutsche Dichter und Denker wäre heute 244 Jahre alt geworden.]]></description>
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				<div class="et_pb_text_inner"><strong>Friedrich von Schiller</strong></p>
<p>Der deutsche Dichter und Denker wäre heute 244 Jahre alt geworden. Er wurde am 10.11.1759 in Marbach geboren und starb 1805 in Weimar. Über 200 Jahre sind seine Theaterstücke alt und werden bis heute an allen renommierten Theatern aufgeführt.</p>
<p>Er wurde kurz vor seinem Tod geadelt, nachdem in rascher Abfolge während seiner Mitarbeit am Weimarer Theater die erfolgreichen Theaterstücke Maria Stuart, die Jungfrau von Orleans und Die Braut von Messina und zuletzt Wilhelm Tell, entstanden.</p>
<p>1781 erschien sein Theaterstück die Räuber anonym. Schiller nahm mit dem Stück eine zentrale Rolle des Sturm und Drang ein. 1782 wurden die Räuber in Mannheim uraufgeführt und er bekam Schreibverbot und 2 Wochen Arrest und versteckte sich anschließend bis Jahresende.</p>
<p><span>Er floh nach Thüringen, dort nahm ihn eine Dichterin auf, er schrieb in einem zur Verfügung gestellten Gut </span>Kabale und Liebe, bewarb sich erneut in Mannheim und wurde tatsächlich wieder als Theaterdichter eingestellt. Seine Kabale und Liebe wurde ein Erfolg. Auch dieses Stück ist ein typisches Sturm und Drang Theaterstück, aber hier geht es um den Konflikt zwischen Bürger und Adel und dieses Thema entsprach den gesellschaftlichen Wertigkeiten der Zeit eher als in den Räubern.</p>
<p>In den Räubern bearbeitete er radikaler<span> den Konflikt zwischen Gefühl und Verstand und das Verhältnis von Gesetz und Freiheit, den Protest gegen den Feudalismus. Die Hauptthemen der Zeit des Sturm und Drang ist die Ablehnung vernunftorientierten Denkens und das Handeln nach eigenen Gesetzen. </span></p>
<p>Sein Vertrag in Mannheim wurde nicht verlängert, er könnte ja nochmal so ein Stück schreiben wie Die Räuber! Er ging nach Leipzig und Dresden, in der Zeit entstand Don Carlos, er heiratete in Süddeutschland und übersiedelte 1787 nach Weimar. 1788 lernte er Goethe kennen und es entwickelt sich eine starke Freundschaft bis zu Schillers Tod im Jahr 1805.</p>
<p>Im Jahr 1789 erkrankte er an Lungenentzündung während seiner Zeit als Professor für Geschichte in Jena und erholte sich nie mehr richtig davon.</p>
<p>Seine Räuber machten ihn zum französischen Ehrenbürger der Französischen Republik.</p>
<p>Und ich glaube, er hatte sich in Marbach, seinem Geburtsort, für seine Räuber von historischen schwäbischen Räubern und Räuberbanden der Gegend für die Charakterzeichnung seiner einzelnen Figuren inspirieren lassen. – z.B. von Johannes Bückler, dem schwäbischen „Schinderhannes“ und seinen Spießgesellen.</p>
<p><span><strong> </strong></span></p>
<p><span>In diesem Sinne, bis demnächst Brigitte </span></p></div>
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		<title>Jubiläen in der Literatur: Albert Camus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Horn]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Nov 2023 17:08:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Albert Camus, der französische Autor und Philosoph, wäre heute 110 Jahre alt geworden. ]]></description>
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				<div class="et_pb_text_inner"><strong>Albert Camus</strong></p>
<p>der französische Autor und Philosoph, wäre heute 110 Jahre alt geworden.</p>
<p>Er wurde am 07.11.1913 im heutigen Algerien geboren und starb bei einem Autounfall im Jahr 1960 in Frankreich.</p>
<p>Albert Camus erhielt den Nobelpreis für Literatur im Jahr 1957. Man rechnet ihn zu den Existenzialisten wie Sartre, aber eigentlich wird seine eigenständige Philosophie als die Philosophie des Absurden bezeichnet.</p>
<p>Seine bekanntesten Romane aus der Literatur sind vor allem: „DER FREMDE“ und „DIE PEST“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im Jahr 1967 verfilmte Luchino Visconti den Roman „Der Fremde“ mit Marcello Mastroianni in der Hauptrolle.</p>
<p>Die Szene, wo Meursault Abschied nimmt in einem Altenheim von seiner verstorbenen Mutter, das sind so unglaublich dichte und elegische Szenen, in welchen der Hauptdarsteller schwankt zwischen Betrachtung von Emotion und dem aufkommenden Bewusstsein seiner fehlenden Emotion. Nach der Beerdigung beginnt er eine bedeutungslose Affäre mit einer Stenographin, er bleibt ein Fremder, für sie, für seine Stadt.</p>
<p>Meursault schließt Freundschaft mit seinem Zimmer-Nachbar, dem Zuhälter Raymond, der ein Arabermädchen gedemütigt und misshandelt hat. Der Bruder des Arabermädchens beginnt, die beiden zu verfolgen. Eines Tages reisen Meursault, das Mädchen und Raymond ans Meer. Auch hier taucht der Bruder plötzlich auf. Im Moment des gegenseitigen Anschweigens der vier Menschen greift Meursault zu einer Schusswaffe und streckt völlig unvermutet den Mann nieder.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im Roman heißt es:</p>
<p>„Ich begriff, dass ich das Gleichgewicht des Tages, das ungewöhnliche Schweigen eines Strandes zerstört hatte, an dem ich glücklich gewesen war. Dann schoss ich noch viermal auf einen leblosen Körper, in den die Kugeln eindrangen, ohne dass man es sah. Und es waren gleichsam vier kurze Schläge an das Tor des Unheils.“</p></div>
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		<title>Gedanken zu Peter Brook</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Horn]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Jul 2022 18:12:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Personen]]></category>
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					<description><![CDATA[Dem Zauberer des wahrhaftigen Theaters.]]></description>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>Gedanken zu Peter Brook</h1>
<h1></h1>
<h1>Dem Zauberer des wahrhaftigen Theaters.</h1>
<p>&nbsp;</p>
<p>Eben habe ich gelesen, der große Theatermann Peter Brook ist gestorben. Man glaubt immer, sie leben ewig, die ganz großen, die so viel Einfluss nehmen auf eine kulturelle Zeit, aber leider ist das nicht so. Ich erinnere mich, ich war einmal in einer Vorstellung, Peter Brook gastierte mit seine Theatergruppe im Marstall, München war aufgeregt, also das Theater-München. Warum? Weil er etwas schaffte, was als das höchste Ziel für Theaterschaffende gilt, man hat den Schauspielern jedes Wort geglaubt. Ich komme zur Vorstellung im Marstall – die mitwirkenden Schauspieler stehen vor dem Eingang. Und – ich habe so etwas noch nie gesehen, sie waren beschäftigt mit ihren Rollen, in sich gekehrt, das Raunen und Murmeln und Rufen und Lachen und Drängeln des Publikums vor der Vorstellung schien ihnen nichts aus zu machen. Oh Gott – dachte ich, wie anstrengend muss das sein, so ehrlich sich schon weit vor Vorstellungsbeginn in die Rolle zu begeben. Ich konnte mir nicht vorstellen, was sie dachten, sicher gehörte das aber bereits für die Theater-Companie von Peter Brook zur Vorstellung dazu.</p>
<p>In der Vorstellung – eine Wahrhaftigkeit, eine Ernsthaftigkeit, eine Ehrlichkeit – es war fast surreal. Einerseits war es ein Jahrhundertereignis, mal einen ungekünstelten Hamlet zu sehen, andererseits aber dachte ich mir, wie hält ein Schauspieler das aus? Was gibt es da für Brücken vom Denken? Das lernte man sicher nur, wenn er einen in seine Gruppe einlud. Und das passierte, überall wo er war. Er brauchte nur einen leeren Raum, ein Viereck sozusagen von der Größe eines Zimmers, Hauptsache leer. Dann entweder drumherum Stühle oder Kissen, fertig war die Bühne. Und er konnte jeden Laien, der mitspielen wollte, zu schauspielerischen Höchstleistungen formen, sie waren ihm viel lieber wie die selbstgefälligen Lokalmatadore, die man wahrscheinlich gar nicht mehr beeinflussen kann. Ich staunte und war sprachlos und wusste, so eine darstellerische Höhe werde ich wohl nie erreichen.</p>
<p>Wie schade, dass er sich von der Theaterwelt und überhaupt der Welt verabschiedet hat. Aber er hat etliche Werke hinterlassen. In google sind sie zu finden, eines habe ich zuhause, das sind seine Gedanken über Schauspieler und Theater, der Titel lautet: Das offene Geheimnis. Aber man muss ein wenig denken, wenn man sich auf seine Auseinandersetzungen einlassen möchte. Ich hatte einmal kurz unterrichtet und eine theoretische Abhandlung vor Schauspielschülern erarbeitet und vorgetragen, alle waren so still und betroffen – ich fragte nach 20 Min:</p>
<p>„Habt ihr alles verstanden?“</p>
<p>Leider antworteten sie: „Nein, gar nichts“. Das war für mich wieder unverständlich.</p>
<p>Wenn Ihr Interesse habt, könnt ihr ja mal über den Meister Peter Brook, der so sehr an das Theater glaubte, recherchieren.</p>
<p>Brigitte</p>
<p>&nbsp;</p></div>
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		<title>Spiele wie im Fieber &#8211; Prof. Hansgünther Heyme</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Horn]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Jun 2022 19:55:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Personen]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Titel des Buches: „Spiele wie im Fieber“, ist ein Lieblingssatz eines bekannten Theater-Regisseurs.]]></description>
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				<div class="et_pb_text_inner">Der Titel des Buches: <strong>„Spiele wie im Fieber“</strong>, ist ein Lieblingssatz eines bekannten Theater-Regisseurs. Er ist von Prof. Hansgünther Heyme.

„Ihr müsst spielen wie im Fieber,“ rief er mein Theaterleben lang immer wieder in die Proben. Dieser Spruch ist mir irgendwann in Fleisch und Blut übergegangen und ich katapultierte mich sofort bei Vorstellungsbeginn in einen Zwischenzustand zwischen bloßliegenden Nerven und ein Denken im Zeitraffer.

Wir agierten unter seiner Anleitung in den Theaterstücken wie Derwische zwischen Himmel und Hölle.

Er ist ein umstrittener Regisseur, weil er sehr stark bildhaft arbeitet, oder besser arbeitete. Er hat ein Alter erreicht, in welchem große Arbeiten am Theater inzwischen leider nicht mehr möglich sind für ihn.

In seinen Inszenierungen hangelten wir von lebendigem Bild, oder Pose, zur nächsten. Oft war es so eine Fülle an optischen Aussagen, dass häufig die Qualität der Schauspieler kaum beachtet werden konnte, durch die Anhäufung der visuellen Reize.

Heyme reizte Ende der 70ziger Jahre immer mehr die Performance-Grenzen aus, den Höhepunkt bildete 1981 seine Zusammenarbeit mit dem international anerkannten Performance-Künstler Wolf Vostel in „Die Phoenizierinnen des Euripides&#8220;. Nackte Frauen, Spiele mit Farben aus Farbeimern, Masken, Schreie, Rennen. Es war ein atemberaubender, bedrohlicher Reigen auf der Bühne, leidende und aggressive, sich biegende und mit Farbe bewerfende Frauen wie aus einer bitteren anderen Welt, keinesfalls einer schönen. Diese Inszenierung, habe ich das Gefühl, bildete den Höhepunkt seiner Versuche, bildende und darstellende Kunst zu vermengen. Danach wurde er wieder ruhiger und bediente wohl Bild für Bild, aber nicht mehr aufreißerisch, sondern behutsamer. Langsam bewegte er sich wieder zurück zum Theater und zum gesprochenen Text.

Und da war ja noch der Text, den Heyme über alles liebte. Die großen Reime von Schiller, Goethe, Shakespeare. Glasklar und mit unglaublicher Feinheit behandelte er artifiziell Satz für Satz und stellte die Texte gegen die Lebhaftigkeit der Bewegungen auf der Bühne. Die Texte bekamen mehr Gewicht, die Bilder wurden sanfter. Alles fügte sich zu einem homogenen Ganzen und bald gab es sie dann, die unverkennbaren Inszenierungen von Heyme, die Klassiker in lebhaften Bildern, von den Schauspielern sehr schön gesprochen.

Ich beobachtete ihn oft, wie er am Regiepult saß, einen Text sagte, die Hände begleiteten den Text, zart, mit weichen Bewegungen, so, als müsste er Satz für Satz schützen, damit er nicht kaputt geht.

<p>&nbsp;</p></div>
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