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	<title>Schauspieler | Schauspielerin Brigitte Horn</title>
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	<title>Schauspieler | Schauspielerin Brigitte Horn</title>
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		<title>Jubiläen in der Literatur: Albert Camus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Horn]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Nov 2023 17:08:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Albert Camus, der französische Autor und Philosoph, wäre heute 110 Jahre alt geworden. ]]></description>
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				<div class="et_pb_text_inner"><strong>Albert Camus</strong></p>
<p>der französische Autor und Philosoph, wäre heute 110 Jahre alt geworden.</p>
<p>Er wurde am 07.11.1913 im heutigen Algerien geboren und starb bei einem Autounfall im Jahr 1960 in Frankreich.</p>
<p>Albert Camus erhielt den Nobelpreis für Literatur im Jahr 1957. Man rechnet ihn zu den Existenzialisten wie Sartre, aber eigentlich wird seine eigenständige Philosophie als die Philosophie des Absurden bezeichnet.</p>
<p>Seine bekanntesten Romane aus der Literatur sind vor allem: „DER FREMDE“ und „DIE PEST“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im Jahr 1967 verfilmte Luchino Visconti den Roman „Der Fremde“ mit Marcello Mastroianni in der Hauptrolle.</p>
<p>Die Szene, wo Meursault Abschied nimmt in einem Altenheim von seiner verstorbenen Mutter, das sind so unglaublich dichte und elegische Szenen, in welchen der Hauptdarsteller schwankt zwischen Betrachtung von Emotion und dem aufkommenden Bewusstsein seiner fehlenden Emotion. Nach der Beerdigung beginnt er eine bedeutungslose Affäre mit einer Stenographin, er bleibt ein Fremder, für sie, für seine Stadt.</p>
<p>Meursault schließt Freundschaft mit seinem Zimmer-Nachbar, dem Zuhälter Raymond, der ein Arabermädchen gedemütigt und misshandelt hat. Der Bruder des Arabermädchens beginnt, die beiden zu verfolgen. Eines Tages reisen Meursault, das Mädchen und Raymond ans Meer. Auch hier taucht der Bruder plötzlich auf. Im Moment des gegenseitigen Anschweigens der vier Menschen greift Meursault zu einer Schusswaffe und streckt völlig unvermutet den Mann nieder.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im Roman heißt es:</p>
<p>„Ich begriff, dass ich das Gleichgewicht des Tages, das ungewöhnliche Schweigen eines Strandes zerstört hatte, an dem ich glücklich gewesen war. Dann schoss ich noch viermal auf einen leblosen Körper, in den die Kugeln eindrangen, ohne dass man es sah. Und es waren gleichsam vier kurze Schläge an das Tor des Unheils.“</p></div>
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		<title>&#8222;Spiele wie im Fieber&#8220; &#8211; auf der Frankfurter Buchmesse 2023!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Horn]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Oct 2023 14:01:44 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA["Spiele wie im Fieber" – Band II meiner autobiographischen Erzählungen jetzt auch als Harcover erhältlich]]></description>
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				<div class="et_pb_text_inner">Wir sind aufgeregt, bekannt zu geben, dass mein Buch &#8222;Spiele wie im Fieber&#8220; in diesem Jahr auf der Frankfurter Buchmesse 2023 vertreten sein wird! Du kannst es vom 18. Oktober bis zum 22. Oktober 2023 in Halle 3.0, Stand C97, in der Livro Gemeinschaftsausstellung für Klein- und Selbstverlage durchblättern.</p>
<p>Darüberhinaus ist der Band &#8222;Spiele wie im Fieber&#8220; ab sofort in meinem Online-Shop als exklusive Hardcover-Ausgabe erhältlich.</p>
<p>Es beschreibt eine 7 jährige Arbeitsphase in einer Zeit des neuen deutschen Regietheaters. Die Geschichten hinter den Kulissen sind lustig und ernst und manchmal sogar gefährlich.</p>
<p>&#8222;Spiele wie im Fieber&#8220; richtet sich an Theaterbegeisterte und angehende Schauspieler, die einen Einblick in die autodidaktische Erlernung der Schauspieltechnik sowie Geschichten aus einem facettenreichen Künstlerleben erhalten möchten.</p>
<p>Tauche ein in die Welt des Theaters auf und hinter der Bühne und lass Dich von den Erzählungen mitreißen.</p>
<p><a href="https://brigittehorn.com/produkt/band-ii-spiele-wie-im-fieber-hardcover/">Sichere Dir Dein Exemplar</a> noch heute und erlebe die Magie des Theaters aus erster Hand!</p></div>
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		<title>Biographien, der fade Beigeschmack der Selbstdarstellung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Horn]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Aug 2023 19:36:57 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Nicht wenige wollen sich verewigen, wenn sie älter werden. Sinn macht es eigentlich nur bei bekannten Malern oder Musikern oder Hollywood-Schauspielern. ]]></description>
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				<div class="et_pb_text_inner">Vorgestern bekam ich ein riesiges Paket von einem ehemaligen Vermieter aus Bremen und ich bekam einen richtig dicken Katalog mit seinen Freizeit-Zeichnungen und allerlei Aufstellungen, unter anderem steht da drin, wem er alles im Leben begegnet ist, zugeschickt. Meine Güte, auch von mir ist da ein Foto drin. Es handelt sich hier um einen alten Mann, den eigentlich nur seine ehemaligen Arbeitskollegen kennen und nicht die Welt und er hatte auch niemals als Maler oder Karikaturist einen Namen. Trotzdem, ich wünsche ihm, dass es den ein oder anderen interessiert. Mich nicht, ich habe den Schinken in den Keller befördert, zumal er mir auch unangemeldet zugeschickt wurde.

Jedes Leben ist besonders, da muss man sich nicht extra ausstellen.

Und das gilt jetzt auch für mich, dieses: „da muss man sich nicht extra ausstellen“. Zumal auch ich nur eine deutsche Schauspielerin bin und kein Hollywood-Star war und an mich erinnern sich Leute aus vergangenen Theaterepochen, eigentlich nur diejenigen, die Heyme-Inszenierungen besuchten.

Ich habe schon damit zu kämpfen, dass einige denken, die will sich produzieren. Ich verspreche aber, ich lenke ein besonderes Auge auf die Möglichkeit der Umsetzung einer Rolle, auf die Kämpfe bei Proben und auf ein und das ist das Wichtigste: stetiges Lernen.

Die Selbstdarsteller meine ich nicht und auch nicht die Rampensäue, die Standbein-Spielbein-Chargen und Sprachknödler und auch nicht die Schönsprecher und die, die irgendwas vorspielen und schwitzend dem Publikum gefallen wollen.

Ich meine die Suche nach einer darstellenden Kunst. Ich weiß nicht, ob ich das geschafft habe, aber ich kann zumindest in meinem Erzählband, dem 2.: „Spiele wie im Fieber“, einen Einblick geben in so manche Theaterarbeit und meine Arbeit an einer Rolle, die Nöte und Erfolge. Ich dachte, vielleicht gebe ich da ein Stück Erfahrung weiter, das ist mir wichtig.

Also: Erfahrung weitergeben, ja, das versuche ich, an angehende Schauspieler, an Laien, die sich für darstellende Kunst   interessieren. Soaps und allerlei Unterhaltungstheater, das ist nie mein Metier gewesen, davon kann ich nicht berichten.

<p>&nbsp;</p></div>
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		<title>Lampenfieber</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Horn]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Jan 2023 14:07:18 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Lampenfieber ist wichtig, Lampenfieber ist etwas Positives, habe ich kein Lampenfieber, bin ich zu relaxed, nehme ich die kommende Aufgabe nicht ernst. ]]></description>
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				<div class="et_pb_text_inner">Lampenfieber ist wichtig, Lampenfieber ist etwas Positives, habe ich kein Lampenfieber, bin ich zu relaxed, nehme ich die kommende Aufgabe nicht ernst.

Das Lampenfieber ist eine „Nervigkeit“ – ich habe das Wort erfunden, vielleicht habe ich das aber auch von irgendeinem Regisseur aufgeschnappt, ich weiß das nicht mehr. Es bedeutet, die Nerven sind gespannt. Die Nervigkeit muss bleiben, während des gesamten Auftrittes auf einer Bühne vor Publikum.

Das Lampenfieber stellt sich immer vor dem Auftritt ein, es bedeutet: ich bin bereit für den Auftritt., ich bin hellwach und will blitzschnell reagieren, in meiner Rolle, auf das Publikum.

Auf der Bühne wird die Nervigkeit während aller Auftritte gehalten, hinter der Bühne läuft sie ins Leere, weil ich nicht agiere, da merke ich dann plötzlich das Lampenfieber wieder. Einfach lassen hinter der Bühne und auf den nächsten Auftritt konzentrieren und nicht ablenken lassen. Ich könnte da noch einiges erzählen, aber der Platz für die kleinen Blogs lässt das nicht zu.

&nbsp;

Wenn Ihr Fragen habt, ich beantworte sie gerne!

<p>Brigitte</p></div>
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		<title>Gedanken zu Peter Brook</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Horn]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Jul 2022 18:12:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Dem Zauberer des wahrhaftigen Theaters.]]></description>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>Gedanken zu Peter Brook</h1>
<h1></h1>
<h1>Dem Zauberer des wahrhaftigen Theaters.</h1>
<p>&nbsp;</p>
<p>Eben habe ich gelesen, der große Theatermann Peter Brook ist gestorben. Man glaubt immer, sie leben ewig, die ganz großen, die so viel Einfluss nehmen auf eine kulturelle Zeit, aber leider ist das nicht so. Ich erinnere mich, ich war einmal in einer Vorstellung, Peter Brook gastierte mit seine Theatergruppe im Marstall, München war aufgeregt, also das Theater-München. Warum? Weil er etwas schaffte, was als das höchste Ziel für Theaterschaffende gilt, man hat den Schauspielern jedes Wort geglaubt. Ich komme zur Vorstellung im Marstall – die mitwirkenden Schauspieler stehen vor dem Eingang. Und – ich habe so etwas noch nie gesehen, sie waren beschäftigt mit ihren Rollen, in sich gekehrt, das Raunen und Murmeln und Rufen und Lachen und Drängeln des Publikums vor der Vorstellung schien ihnen nichts aus zu machen. Oh Gott – dachte ich, wie anstrengend muss das sein, so ehrlich sich schon weit vor Vorstellungsbeginn in die Rolle zu begeben. Ich konnte mir nicht vorstellen, was sie dachten, sicher gehörte das aber bereits für die Theater-Companie von Peter Brook zur Vorstellung dazu.</p>
<p>In der Vorstellung – eine Wahrhaftigkeit, eine Ernsthaftigkeit, eine Ehrlichkeit – es war fast surreal. Einerseits war es ein Jahrhundertereignis, mal einen ungekünstelten Hamlet zu sehen, andererseits aber dachte ich mir, wie hält ein Schauspieler das aus? Was gibt es da für Brücken vom Denken? Das lernte man sicher nur, wenn er einen in seine Gruppe einlud. Und das passierte, überall wo er war. Er brauchte nur einen leeren Raum, ein Viereck sozusagen von der Größe eines Zimmers, Hauptsache leer. Dann entweder drumherum Stühle oder Kissen, fertig war die Bühne. Und er konnte jeden Laien, der mitspielen wollte, zu schauspielerischen Höchstleistungen formen, sie waren ihm viel lieber wie die selbstgefälligen Lokalmatadore, die man wahrscheinlich gar nicht mehr beeinflussen kann. Ich staunte und war sprachlos und wusste, so eine darstellerische Höhe werde ich wohl nie erreichen.</p>
<p>Wie schade, dass er sich von der Theaterwelt und überhaupt der Welt verabschiedet hat. Aber er hat etliche Werke hinterlassen. In google sind sie zu finden, eines habe ich zuhause, das sind seine Gedanken über Schauspieler und Theater, der Titel lautet: Das offene Geheimnis. Aber man muss ein wenig denken, wenn man sich auf seine Auseinandersetzungen einlassen möchte. Ich hatte einmal kurz unterrichtet und eine theoretische Abhandlung vor Schauspielschülern erarbeitet und vorgetragen, alle waren so still und betroffen – ich fragte nach 20 Min:</p>
<p>„Habt ihr alles verstanden?“</p>
<p>Leider antworteten sie: „Nein, gar nichts“. Das war für mich wieder unverständlich.</p>
<p>Wenn Ihr Interesse habt, könnt ihr ja mal über den Meister Peter Brook, der so sehr an das Theater glaubte, recherchieren.</p>
<p>Brigitte</p>
<p>&nbsp;</p></div>
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		<title>Wir spielen immer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Horn]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jun 2022 16:42:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Es ist eine angreifbare Behauptung. Schauspieler trennen Beruf und Privatleben, keine Frage...]]></description>
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				<div class="et_pb_text_inner"><strong>„Wir spielen immer“,</strong> steht auf einer alten Schauspieler-Biographie bei mir im Regal. Es ist die Biographie von Will Quadflieg, einem in den 50ziger Jahren bekannten Theater und Film-Schauspieler. (Z.B. Faust im Faustfilm von Gründgens 1957). Er meint sicher, dass Schauspieler am besten aufgehoben sind, wenn sie immer Rollen spielen- ihr Leben lang, wenn es geht.

Es ist eine angreifbare Behauptung. Er hat recht, was die Bühne betrifft, aber nicht das Privatleben. Schauspieler trennen Beruf und Privatleben, keine Frage.

Trotzdem traut man ihnen im Privatleben nicht so ganz, weil alle wissen, dass sie Gefühle spielen können.

„Können Sie auf Kommando weinen?“ fragt mich ein Banker bei einem Workshop.

„Kann ich, mal sehen, ob`s klappt!“

Stellt Euch vor, ich stehe vor einer Würstchenbude und bilde mir ganz fest ein, dass ich jetzt Würstchen essen will.

Zwei Würstchen mit Senf bitte!

Was? Sie haben keine mehr? Aber ich wünsche mir so sehr Würstchen mit Senf. Bitte, das – das gibt es doch nicht!“

Ich hatte einmal eine Filmszene gesehen, in der es genau diese Szene gab und ich machte sie nach. Es klappte. Ich hatte es später nochmal probiert, da funktionierte es nicht, aber beim ersten Mal.

Der Banker fragte: „Wie machen sie das?“

„Mit Vorstellungskraft“.

Und da liegt der Hase begraben. Die Vorstellungskraft ist bei uns trainiert und jede Emotion sofort abrufbar. Das ist für alle Leute außerhalb des Berufes so fremd. Sie können sich das nicht vorstellen. Und im engeren privaten Umfeld sind sie sich oft nicht sicher, ob wir spielen, oder ob wir echt empfinden. „Spielt die jetzt, oder ist das echt?“

Spielen wir gerade keine Rolle, neigen wir gerne zur Dramatisierung.

Es gab einen alten Schauspieler in meiner Nachbarschaft und er machte sich ein Spiel daraus, die Leute in der Reinigung, wo er seine Sachen stets hinbrachte, zu nerven mit irgendeinem Rollentext einschließlich der Erläuterung, was er bei dem und dem Satz denkt. Eine halbe Stunde stand er wöchentlich am Tresen und sie mussten zuhören zwischen Mangeln und Leute bedienen. Er hatte nicht mehr viele Auftritte und verschaffte sich welche außerhalb.

Vor Kurzem war ich ein wenig krank, leichte Erkältung. Panischer PCR – Text, Untersuchung in der Lungenklinik, ich hustete. „Ich habe mich in der Klinik angesteckt! Mir geht es wie Thomas Mann, wie furchtbar. Wo ist mein Zauberberg? Ich find den Zauberberg nicht, ich muss den lesen, das bin ich jetzt! Wo ist diese Klinik, die er da beschreibt?“ – Ich huste.

„Hast Du dein Asthma-Spray vergessen?“ „Ach so, ja, sorry!“.

Tja- eigentlich sollte ich sowas gar nicht aufschreiben, aber es ist einfach ein Beispiel für den Hang zur Dramatisierung. Das hört erst auf, wenn man eine Rolle nach der anderen spielt. Dann ist man um die Ruhe im Privatleben froh.

Und dann kommt noch dazu, dass wir schon vorspielen können, wie wir gerade wirken wollen. Auf keinen Fall darf man sich anmerken lassen, dass man beim Schluss-Applaus einer letzten Vorstellung nicht weiß, wie man die nächste Miete zahlt, da noch kein Anschlussengagement da ist.

<p>Das ist dann mein nächstes Thema: „Künstler kommen immer irgendwie durch!“.</p></div>
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